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Minden: „Jamaica“ präsentiert Honorarprofessor der Uni Leipzig als Bürgermeisterkandidaten

Prof. Dr. Rolf Koerber, Honorarprofessor an der Uni Leipzig, soll Bürgermeisterkandidat von CDU, Grünen und FDP in Minden werden. Foto: privat/Xing

Prof. Dr. Rolf Koerber, Honorarprofessor an der Uni Leipzig, soll Bürgermeisterkandidat von CDU, Grünen und FDP in Minden werden. Foto: privat/Xing

Heute Abend wird er den Fraktions- und Parteispitzen von CDU, Bündnisgrünen, FDP, Piraten und Bürger-Bündnis präsentiert, Mittwochnachmittag der Öffentlichkeit: Prof. Dr. Rolf Koerber (48), Kandidat der schwarz-grün-gelben Findungskommission für das im September neu zu besetzende Mindener Bürgermeisteramt.

Gut sechs Monate hat sie gesucht – die „Jamaica“-Kommission. Ein Mindener Unternehmer stand ebenso auf der Vorstellungsliste wie der Geschäftsführer eines heimischen Wirtschaftsverbandes und auch weitere potenzielle Bewerber. Hinter fest verschlossenen Türen begutachtete und interviewte der ausgewählte Kreis der drei Parteien die möglichen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Geblieben ist der gebürtige Gelsenkirchener Rolf Koerber, der seit 2000 in Ostdeutschland tätig ist. Unter anderem seit 2014 als Honorarprofessor für Begabtenförderung und Schulentwicklung der Universität Leipzig. Zugleich wirkt er seit fünf Jahren als Projektleiter für die Roland Berger Stiftung und ist als selbstständiger Berater und Trainer tätig.

Einige Mitglieder der Findungskommission sind geradezu „begeistert“

Der Philologe, der in Essen Lehramt für Deutsch und Geschichte studierte, dann in Siegen Germanistik und später an der Humboldt-Universität in Berlin Deutsch als Fremdsprache und Politik, arbeitete von 2000 bis 2005 als stellvertretender Direktor und Projektleiter an der Sächsischen Akademie für Lehrerfortbildung. Von 2005 bis 2008 war er als stellvertretender Referatsleiter beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport tätig. Von 2008 bis 2010 folgte die Leitung der Beratungsstelle zur Begabtenförderung des Staatsministeriums in Meißen.

Von einzelnen Mitgliedern der schwarz-grün-gelben Findungskommission wird berichtet, sie seien von dem Bewerber aus Dresden „begeistert“. Erwartet wird, dass auch das Bürger-Bündnis Minden (BBM) und eventuell die Piraten Koerbers Kandidatur um das Bürgermeisteramt unterstützen werden. Wie sich die Linke und die Mindener Initiative (MI) verhalten, ist noch völlig offen. Zunächst aber wird sich Rolf Koerber in den kommenden Wochen der Basis der Parteien präsentieren müssen, die dann entscheiden werden, ob er tatsächlich als Bürgermeisterkandidat gegen den von der SPD gesetzten Architekten Michael Jäcke und eventuell den freien Kandidaten Jürgen Schnake am Wahlsonntag 13. September ins Rennen gehen wird. Sicher ist, dass es in Minden einen neuen Bürgermeister gibt, da Amtsinhaber Michael Buhre (SPD) nach zwei Legislaturperioden nicht wieder kandidiert.

Mir Mehdi Mazlumsaki tritt nicht als Kandidat an

Seine Kandidatur ausgeschlossen hat inzwischen der Gastronom Mir Mehdi Mazlumsaki. Der Betreiber des Kulturzentrums Ameise Kulturhügel hatte kurz vor Ostern auf Facebook angekündigt, er denke über eine Kandidatur nach und suchte in Form von sogenannten „Likes“ Unterstützer. Vor wenigen Tagen erklärte der Bürgerpreisträger aber in dem sozialen Netzwerk, dass er bei der bevorstehenden Bürgermeister-Wahl nicht antreten wolle.

Autor: © Hans-Jürgen Amtage

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