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Minden: SPD bestellt das Feld für neuen Beigeordneten

Die Mindener SPD bestellt offenbar ihr Feld, wenn es um den Machterhalt im Rathaus geht. Zurzeit mit Blick auf einen neuen Beigeordneten. Foto: Hans-Jürgen Amtage

Die Mindener SPD bestellt offenbar ihr Feld, wenn es um den Machterhalt im Rathaus geht. Zurzeit mit Blick auf einen neuen Bau-Beigeordneten. Foto: Hans-Jürgen Amtage

Die Mindener SPD bestellt offensichtlich ihr Feld für einen neuen eigenen Beigeordneten für den Bereich Bauen, Verkehr und Feuerwehr – und könnte sich damit den Machterhalt sichern. Unter den Bewerbern für die vor wenigen Wochen ausgeschriebene Stelle im Verwaltungsvorstand der Stadt Minden soll nach unbestätigten Informationen auch ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadtverwaltung sein – mit SPD-Parteibuch. Alle Seiten halten sich angesichts des geheimen Bewerberverfahrens, das eine Unternehmensberatung organisiert, bedeckt.

Angesichts der Machtverhältnisse im Rat seit der Kommunalwahl im Mai 2014 könnte die Platzierung des studierten Raumplaners auf dem Beigeordnetensessel als Nachfolger des in den Ruhestand gehenden Klaus-Georg Erzigkeit zwar knapp werden. Denn von den insgesamt 60 Sitzen haben die Sozialdemokraten – obwohl stärkste Fraktion – nur 24. Und aufgrund der Kooperation von CDU (17 Sitze), Bündnisgrünen (6), FDP (2), Piraten (1) und Bürger-Bündnis Minden (BBM / ein Sitz) mit Blick auf den gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten und Beigeordnetenbewerber (für den Bereich Schule, Kultur, Sport) Dr. Rolf Koerber aus Dresden ist von dieser Seite kaum mit Stimmen für das SPD-Eigengewächs zu rechnen.

Doch die Frage ist, wie sich die Unabhängige Wählervereinigung Mindener Initiative (3 Sitze), bislang zumeist SPD-treu, und die Fraktion „Die Linke“ (3) bei der Wahl des Beigeordneten, die für Ende Juni vorgesehen ist, verhalten werden. Auch das Abstimmungsverhalten der Alternative für Deutschland (AfD / 3 Sitze) ist offen. Zusammen kämen Sozialdemokraten, MI und Linke somit auf 30 Stimmen, die „Opposition“ – ohne AfD – auf 27. Ein Zünglein an der Waage könnte zudem der Bürgermeister mit seiner Stimme sein.

Bei allen Spekulationen über ein mögliches Abstimmungsergebnis gilt der Bewerber aus SPD-Kreisen, der auch Mitglied des Unterbezirksvorstandes ist, als kompetent. Viele Jahre bereitete er zentrale Themen für den Verwaltungsvorstand der Stadt Minden auf. 2009 kandidierte er in einer Nachbarstadt für das Bürgermeisteramt. Seit drei Jahren ist der 41-Jährige als Baudezernent in einer Stadt unweit von Minden tätig.

Autor: © Hans-Jürgen Amtage

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