Amtage bloggt Was man in Minden so hört

Die Stadt Minden und der Stadtmann

Der Mindener CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrich Stadtmann sorgt für Spekulationen im Rathaus. Foto: privat

Der Mindener CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrich Stadtmann sorgt für Spekulationen im Rathaus. Foto: privat

Manchmal gibt es Momente, da sind die Spekulationen einfach zu schön, um wahr zu sein. Während der scheidende SPD-Bürgermeister Michael Buhre seinem potenziellen SPD-Nachfolger Michael Jäcke die Führungsebene mundgerecht bereitet, die schwarz-grüne Überraschungskooperation im Rathaus mehr oder minder ernsthaft nach einem eigenen Bürgermeisterkandidaten sucht und sich der ganze Rat auf die Suche nach zwei neuen Beigeordneten macht, schießen die Spekulationen ins Mindener Rathauskraut.

Die ganze Stadtverordnetenversammlung sucht nach Führungskräften? Nein, da sitzt ein weserstädtischer Kommunalpolitiker im Rat, der anscheinend nur suchen lässt. Ulrich Stadtmann, Fraktionschef der CDU und meist kompromisslos agierend (was selbst hin und wieder die eigenen Mannen irritiert und auf die Barrikaden bringt), handelt gegenwärtig so, dass sich Spekulationen geradezu anbieten. Und da bietet es sich natürlich an, hier im Blog mit zu spekulieren.

Warum, fragt man sich hinter verschiedenen Rathauszimmertüren, möchte der Stadtmann nicht die Stadt wieder zügig führungsstark machen, sondern versucht die Neubesetzung der beiden Beigeordnetenstellen hinaus zu zögern? Warum gewinnt man den Eindruck, dass Christdemokraten und Bündnisgrüne nicht wirklich ernsthaft und mit Nachdruck nach einem eigenen Bürgermeisterkandidaten Ausschau halten?

Die Antwort – sehr wohl eine reine Spekulation – klingt interessant: Wenn Schwarz-Grün keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellt oder bei der Wahl des Stadtoberhauptes im September durch bekäme, könnte sie Anspruch auf einen christdemokratisch gefärbten Beigeordneten im rot gefärbten Rathaus erheben. Denn, wie bereits geschrieben, die beiden Wahlbeamten Dr. Joachim Meynert (zuständig für Bildung und Kultur) und Klaus-Georg Erzigkeit (bislang im Bereich Bauen und Feuerwehr aktiv), sind Mitte Januar ja nicht wiedergewählt worden.

Und nun ist nicht von der Hand zu weisen, dass Ulrich Stadtmann an Kultur und Bildung schon großes Interesse hat. Und wenn man nun eins und eins rein spekulativ zusammenrechnet, dann liegt das Ergebnis beziehungsweise der Stadtmann quasi auf der Hand: als Kandidat für das Beigeordnetenamt „Kultur und Bildung“. Oder aber gar als Bürgermeisterkandidat – denn auch für dieses Amt ist er immer mal wieder im Gespräch.

Aber, wie erwähnt, alles nur Spekulation …

Autor: Hans-Jürgen Amtage

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3 Comments

  • Reply
    Matthias Beier UB-UWG
    18. April 2015 at 1:17

    Also die Eile der SPD war offensichtlich, um schnell Amtsbesetzungs-Fakten zu schaffen. Die CDU hatte insofern Interesse, zu bremsen. Ich schlage aber eine weitere Möglichkeit vor: Aufgrund der Kassenlage GANZ VERZICHTEN auf diese vielen Beigeordneten! Es gibt ja noch eine Ebene darunter die Amtsleiter (die im unbedingt merk-würdigen Minden) nur nicht Amtsleiter heissen, sondern so aehnlich wie Sachbearbeiter nennt man sie. Ist ein Bürgermeister nur jemand, der kaum etwas in die richtige Richtung bringt, dann ist es sowieso Pechsache für Minden.
    Grüsse, Matthias Beier UB-UWG

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    Hans-Jürgen Amtage
    25. Januar 2015 at 19:25

    Meines Wissens kann der Bürgermeister ein Veto nur bei rechtswidrigen Beschlüssen einlegen.

  • Reply
    Philipp Hausdörffer
    25. Januar 2015 at 16:34

    Alleine die Vermutung (ein Gerücht) und die Vorstellung, das diejenigen, die die neuen „leitenden Personen“ demnächst wählen müssen (!!!!), dies nach politischen Gesichtspunkten und nicht nach fachlichen Gesichtspunkten, machen werden (könnten), erzeugt bei mir eine Gänsehaut. Es besteht allerdings neuerdings (ich verweise auf das Veto des Bürgermeisters in P-W zu einem Beschluss i. S. Güterbahnhof) die Möglichkeit, das, bei Nichtgefallen des Wahlergebnis, dieses durch den dritten im Bunde der Abgänger, gekippt wird. Minden macht,s merk-würdig möglich.

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