Amtage bloggt Was man in Minden so hört

    Schön blamiert – (k)ein Investor für die Obermarktpassage Minden

    Die Obermarktpassage bleibt ein Sorgenkind in der Stadt Minden - gerade auch, weil immer wieder vorgegaukelt wird, es gäbe Investoren. Foto: Amtage bloggt

    Die Obermarktpassage bleibt ein Sorgenkind in der Stadt Minden – gerade auch, weil immer wieder vorgegaukelt wird, es gäbe Investoren. Foto: Amtage bloggt

    Wochenlang wurde kolportiert, es gäbe einen neuen interessierten Investor für Mindens Sorgenkind namens Obermarktpassage. Jenes abgängige Objekt am Obermarkt, an dem jener hinreichend bekannte Finanzkrake seine Freude am Leerstand zu haben scheint, und der sich den Namen des griechen Höllenhunds, Cerberus, gegeben hat.

    Angeschleppt hatte diesen vermeintlichen Investor ein Mindener, der seit Jahren immer wieder Versuche startet, Entwickler für Immobilien in der Weserstadt auszugraben und mit vielen Versprechungen glaubhaft zu machen versucht, das Ganze könne dieses Mal erfolgreich sein. Nun, ja, die Erfolgsquote hält sich in Grenzen. Damit wohl Grund genug, sich womöglich (wie berichtet wird) in einer Art Selbsthilfegruppe für erfolglos Gestrandete zu engagieren, die da wohl gerade unter dem Arbeitstitel „Wir für Minden“ gegründet wird. Doch das ist Nebensache. Denn es soll ja hier um den angeblichen neuen Investor für die Obermarktpassage gehen.

    Städtische Einrichtungen in der Obermarktpassage?

    Der also ist vor Kurzem nach Minden gereist, um auf Initiative des Mindener Investorensuchers mit der Stadt zu reden. Offensichtlich war der ausgeguckte Geldgeber – um es ganz vorsichtig zu umschreiben – nicht so ganz richtig informiert worden. Jedenfalls war ihm wohl von dem Investorensucher erzählt worden, die Stadt würde Teile der Obermarktpassage für eigene Einrichtungen nutzen wollen.

    Das Problem nur, die Stadt wusste gar nicht, dass sie hier als Nutzer im Gespräch war, wie man aus politischen Kreisen im Rathaus hört. Denn die dem potenziellen Investor für die Passage in Aussicht gestellten Einrichtungen kommen für die Cerberus-Baracke gar nicht in Frage.

    Potenzieller Investor entschuldigt sich bei der Stadt

    Es heißt, der ganze Gesprächstermin sei ziemlich peinlich gewesen. Im Nachhinein habe sich der Investor, der besten Gewissens angereist war, sogar für die blamable Situation entschuldigt.

    Damit ist einmal mehr ein Fünkchen Hoffnung für eine rosige Zukunft der Obermarktpassage erloschen. Zumindest solange, bis wieder ein zweifelhafter Versuch von irgendeinem Mindener gestartet wird, den großen Entwickler rauszuhängen zu lassen. Dass solche Aktionen eher schädlich für das Ansehen der Stadt sind, sollte inzwischen auch der Letzte gemerkt haben. Doch leider merken manche Mindener leider gar nichts mehr.

    © Hans-Jürgen Amtage | Minden – dieser Blogbeitrag darf geteilt werden