Multihalle in Minden: Die Geschichte wiederholt sich

Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal, hat Karl Marx einmal gesagt: Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce. Der Hinweis auf dieses Zitat mag vor dem aktuellen Hintergrund ein wenig überspitzt wirken. Doch blicke ich auf die aktuelle Diskussion und die Verhaltensweisen zur sogenannten Multihalle, fürchte ich doch, dass sich die Geschichte wiederholt. Ich erinnere an das Jahr 2005. Die Stadt hütet ein millionenschweres Geheimnis. Irgendwann lassen sich die Pläne nicht mehr unter dem Deckel halten und die Bombe platzt. Am Standort des neuen Rathauses, dem Deilmann-Bau, soll ein innerstädtisches Einkaufszentrum entstehen. Die Domhof-Galerie. Das Verwaltungsgebäude soll …

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Auschwitz: Die grausame Ansiedlung endete im Tod

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau – vor einigen Jahren habe ich die Gedenkstätte im Rahmen einer Studienreise besucht. Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz hier mein Bericht, den ich damals für verschiedene Medien verfasste: Die Sonnenstrahlen brechen sich in den Blättern, die im leichten Wind an den Ästen der Baumallee wippen. Alles wirkt ruhig und still. Entspannungsatmosphäre. Doch die Entspannung mag nicht greifen. Und auch die Stille trügt. Denn es ist eine Totenstille, die über der 1947 eröffneten Gedenkstätte des staatlichen Museums im polnischen Oświęcim liegt. Fünf Jahre lang, von Juni 1940 bis Januar 1945 erregte dieser Ort, von …

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Politik in Minden: Neuer Name für alte Verhaltensmuster

Wie seriös kann eine Politik sein, die von Menschen gemacht wird, die nicht ansatzweise teamfähig zu sein scheinen? Diese Frage stellt sich mir in den vergangenen Wochen immer wieder, besonders dann, wenn ich auf den Mindener Rat blicke. Wobei die Zersetzung des Rates in der aktuellen Legislaturperiode schon seit zwei bis drei Jahren stattfindet. Und der Rat zu einem Gärbecken von Einzelpolitikern geworden ist, die nicht nur nicht in der Lage sind, ein gemeinsames Vorgehen zu initiieren, sondern denen es teilweise ebenso an Umgangsformen fehlt, wenn es beispielsweise um die verbale Auseinandersetzung geht. Doch besonders deutlich wird diese Zersetzung eben …

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Schön blamiert – (k)ein Investor für die Obermarktpassage Minden

Wochenlang wurde kolportiert, es gäbe einen neuen interessierten Investor für Mindens Sorgenkind namens Obermarktpassage. Jenes abgängige Objekt am Obermarkt, an dem jener hinreichend bekannte Finanzkrake seine Freude am Leerstand zu haben scheint, und der sich den Namen des griechen Höllenhunds, Cerberus, gegeben hat. Angeschleppt hatte diesen vermeintlichen Investor ein Mindener, der seit Jahren immer wieder Versuche startet, Entwickler für Immobilien in der Weserstadt auszugraben und mit vielen Versprechungen glaubhaft zu machen versucht, das Ganze könne dieses Mal erfolgreich sein. Nun, ja, die Erfolgsquote hält sich in Grenzen. Damit wohl Grund genug, sich womöglich (wie berichtet wird) in einer Art Selbsthilfegruppe …

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Irrlichternde politische Wandler im Rat der Stadt Minden

Sie sind die politischen Irrlichter im Rat der Stadt Minden. Die irrlichternden Wandler zwischen den Fraktionen und Parteien. Wer nicht aufpasst und das politische Personalgeschehen in der Stadtverordnetenversammlung genauestens verfolgt, kann sich absolut nicht sicher sein, ob der Stadtverordnete A, der letzte Woche noch der Fraktion Eins angehörte, heute nicht der Gruppe Zwei zuzuordnen oder in seine ursprüngliche Politklicke Drei wieder zurückgekehrt ist. Denn die Halbwertzeit der Wandler in (partei)politischen Gremien gleicht eher der Überlebensdauer einer Seifenblase. Gerne wird auch die Alternative „Wir gründen was Neues“ gewählt, wenn mit den anderen irgendwie gar nichts mehr geht. Mit anderen Worten: sie …

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Multihalle in Minden: Die Angst des Rates vorm Elfmeter

Morgen, Leute, wird’s was geben, morgen werden wir uns in Minden freuen. Weit gefehlt. Morgen gibt es wahrscheinlich gar nichts. Außer einer Vertagung. Dabei war der 12. Juli doch als eine Art Tag des Herrn gedacht, wenn es um die Multifunktionshalle geht, die in Mindener Munden kurz Multihalle genannt wird. Morgen wollte der Rat entscheiden, ob die Realisierung der Eventhalle auf dem Rechten Weserufer nun trotz aller finanzieller Bedenken angegangen werden soll, oder das Projekt in der Versenkung verschwindet. Aber: nein, no, non, niet, la, bù, oder welche Sprache man auch immer bemühen möchte. Die Multihalle wird morgen wohl weder …

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Minden braucht eine Multifunktionshalle

Gegen etwas zu sein, ist ja gegenwärtig sehr populär. Also bin ich mal unpopulär und bin für etwas: Minden braucht eine Multifunktionshalle! Auf dem Rechten Weserufer. Und zwar verhältnismäßig zügig. Ja, und die Stadt soll dafür auch zahlen. Denn eine solche Halle ist ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur einer Kommune wie Minden, einer Mittelstadt mit Großstadtfunktionen. Ich höre schon die Gegner einer solchen Position im Rat und jene Möchtegern-Bürgermeisterkandidat*innen, die bereits Petitionen initiieren, um eine solche Veranstaltungshalle auf jeden Fall zu verhindern. Unverantwortlich sei es, dass die Stadt für solch ein Projekt Geld (aus den freiwilligen Leistungen) ausgibt, wird da …

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